Über mich

Viele Jahre lehrte und forschte ich an der Universität der Bundeswehr München als Professor für Erziehungswissenschaft im Schwerpunkt Erwachsenenbildung / Weiterbildung. Meine Arbeit befasste sich unter anderem mit Medienpraktiken im Generationenvergleich, dem Zusammenhang von Altersbildern in den Medien und Weiterbildungsorientierungen sowie mit der medial vermittelten Erziehung der Bevölkerung durch politische Akteure während der Coronakrise. Als übergreifende Fragestellung interessierte mich, wie gesellschaftliche Transformationsprozesse medial vermittelt werden und wie sich diese Prozesse mit qualitativen Methoden der Sozialforschung rekonstruieren lassen.

Mein Interesse an methodisch-methodologischen Fragen und ihrer medientheoretischen Reflexion

Ein durchgängiger Bezugspunkt meiner Arbeit waren methodisch-methodologische Fragen der qualitativen Sozialforschung: Wie wird mittels interpretativer Verfahren Wissen konstruiert, strukturiert und begründet und wie wirken Medialitätstransformationen in diesen Prozess der Wissenskonstitution hinein? Welche Auswirkungen haben mediale und technologische Veränderungen auf Methoden und ihre methodologische Reflexion? Diese Fragen

erhielten neue Dringlichkeit mit dem Einzug von künstlicher Intelligenz in sozialwissenschaftliche Kontexte.

Von daher konzentriere ich mich heute, nach dem Abschluss meiner universitären Tätigkeit in München, auf die Verbindung etablierter qualitativer Methoden mit KI-gestützten Analyseverfahren – in Forschung, Entwicklung und Publikationen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich neue Technologien in qualitative Forschungslogiken integrieren lassen, ohne deren theoretische und erkenntnistheoretische Grundlagen zu unterlaufen.

Meine aktuellen Interessen: KI & qualitative Sozialforschung

Vor diesem Hintergrund beschäftige ich mich schon seit 2020 intensiv mit der Frage, wie qualitative Forschung zusammen mit künstlicher Intelligenz softwareseitig konzipiert werden kann. Im Rahmen des Software Entwicklungsprojekts KISOFT entstand die Plattform Karl AI, die ich zusammen mit einem kleinen Team (Fabio Lieder, Dr. Franz Krämer und Dietmar Fischer) innerhalb der DokuMet QDA GmbH weiter entwickele. An der GmbH bin ich seit 2021 als Mitgründer und Gesellschafter beteiligt.

Ich publiziere regelmäßig zu Themen qualitativer Sozialforschung und zu den Möglichkeiten der zwischen Menschen und generativen Sprachmodellen „verteilten“ Interpretation von empirischen Datenmaterialien. Meine Arbeit umfasst zudem Vorträge und Workshops zu methodologischen Fragen rings um das Thema qualitative Sozialforschung "zusammen mit KI", insbesondere mit Karl AI.